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Drupon Khen Rinpoche

Karma Lhabu

Drupon Khen Rinpoche Karma Lhabu stammt aus dem Osten Tibets. Schon als Kind fiel er durch sein Mitgefühl und seine große Fürsorge für andere Menschen sowie Tiere auf. Bereits im Alter von sieben Jahren trat er in das Tsabtsa Kloster in Kham (Osttibet) ein, wo er seine traditionelle buddhistische Ausbildung begann und mit vierzehn Jahren die Novizen-Ordination nahm. Ungefähr im Alter von siebzehn Jahren erfüllte ihn eine tiefe Abkehr von den weltlichen Beschäftigungen des alltäglichen Lebens und er beschloss, in ein dreijähriges Retreat zu gehen, das von den Retreat-Meistern Drupon Rinpoche Karma Sherab und Lama Senge geleitet wurde. Diese beiden Lamas waren außergewöhnliche Yogi-Meditierende, die Jahrzehnte in einsamen Bergretreats verbracht hatten. Mit großer Sorgfalt leiteten sie ihn an und zeigten sich sehr erfreut über seine Fortschritte. Sowohl von ihnen als auch zahlreichen anderen großen Meistern Tibets, wie Drupon Rinpoche Yeshe Junge, Khenpo Jigme Puntsok Rinpoche, Khenpo Munsel, Adzom Drukpa Rinpoche, Khenchen Tsultrim Lodro, Khenchen Sherab Zangpo u. v. m. erhielt er zahlreiche Unterweisungen und Übertragungen.

Schließlich ging er nach Indien, wo er am Thrangu Vajra Vidya Institut in Varanasi lehrte, bis Khenchen Thrangu Rinpoche ihn bat, Retreat-Meister für das Thrangu Sekhar Retreat Center zu werden, ein Retreat-Zentrum an einem Milarepa-Pilgerort in der Nähe von Bhaktapur, Nepal. Bis heute hat er dort acht Zyklen von Dreijahres-Retreats angeleitet. Auf Bitten von Akong Rinpoche und Lama Yeshe Losal Rinpoche leitete er zudem ein vierjähriges Retreat auf der Isle of Arran und Holy Isle sowie ein sechsjähriges Studienprogram im Kloster Kagyu Samye Ling in Schottland.

Im Jahr 2015 gründete Rinpoche die Marpa Translation Society mit dem Ziel, viele der nicht übersetzten buddhistischen Lehren zugänglich und erschwinglich zu machen. Gegenwärtig leben etwa zweihundert junge und alte Retreat-Teilnehmer aus asiatischer, westlicher und afrikanischer Herkunft im Thrangu Sekhar Retreat Centre. Rinpoche wird regelmäßig zu Unterweisungen nach Asien, Europa und Afrika eingeladen. Allerdings beschränkt er mittlerweile die Zeit, in der er ins Ausland reist, auf drei Monate pro Jahr, weil er es für nützlicher hält, an einem Ort zu bleiben und eine engagierte Gruppe von Schülern zu unterrichten und intensiv zu betreuen.